Lawinen

Staublawine in Tirol
Foto: die.wildbach

Lawinen zählen zu den gravitativen Naturgefahren. 

Lawinen sind eine natürliche Gefahr im alpinen Gelände. Dabei handelt es sich um Schneemassen, die beim raschen Absturz auf steilen Hängen aufgrund ihrer Bewegungsenergie und der von ihnen verursachten Luftdruckwelle oder durch ihre Ablagerung massive Schäden verursachen. Ausgelöst werden Lawine meist durch Temperaturschwankungen, Steinschläge oder auch menschliche Aktivitäten. In Österreich gibt es rund 7.000 Lawineneinzugsgebiete.

Lawinen entstehen durch ein Zusammenspiel aus Schneedecke, Hangneigung, Geländeform und Witterung. Zunächst lagern sich über den Winter verschiedene Schneeschichten mit unterschiedlicher Dichte und Festigkeit übereinander ab; schwache Schichten im Inneren der Schneedecke können zu sogenannten Gleit- oder Bruchhorizonten werden. Starkschneefälle, Windverfrachtungen und Temperaturwechsel erhöhen die Belastung der Schneedecke, bis die innere Stabilität überschritten wird. Besonders gefährdet sind Hänge mit Neigungen über 30° Neigung, Rinnen und Geländekanten, an denen sich Triebschnee (windverfrachteter Schnee) ansammeln kann. Ausgelöst werden Lawinen durch zusätzliche Belastungen, etwa weitere Neuschneemengen, Regen auf Schnee oder die zusätzliche Belastung durch Wintersportlerinnen und Wintersportler. Sobald die Haltekräfte geringer sind als die hangabwärts gerichteten Kräfte, bricht ein Teil der Schneedecke ab und setzt sich als Lawine in Bewegung.