Naturgefahren
verstehen
Naturgefahren und ihre Entstehung
Naturgefahren im Überblick
Österreich ist geprägt von hohen Bergen, dicht besiedelten Tälern und zahlreichen Flüssen und Gewässern. In dieser vielseitigen Landschaft kommt es zu einer Vielzahl natürlicher Vorgänge, die unsere bekannte Umgebung auch erheblich verändern können. Diese Jahrtausende alten Prozesse haben auch schon zur Entstehung der Alpen geführt wie wir sie heute kennen. Mit der zunehmenden Besiedelung der alpinen Landschaft werden die natürlichen Vorgänge auch zunehmend zur Gefahr für Menschen, Siedlungen und Infrastruktur. Extreme Regenfälle, große Bergstürze, Hangrutschungen oder Muren hat es schon immer gegeben - sie werden aber erst zur Naturgefahr, sobald wir Menschen bedroht werden oder Schäden an unseren Siedlungen verursacht werden. Die Ursachen für die steigenden prognostizierten Zahlen solcher Ereignisse liegen teils in der Erderhitzung aber auch in der intensiven Nutzung der Landflächen. Die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) hat in Österreich die Aufgabe, die Bevölkerung und den Siedlungsraum vor alpinen Naturgefahren zu schützen.
Wie entstehen Naturgefahren - Wähle die Gefahr im Bild und erfahre mehr
Wie kann man sich vor Naturgefahren schützen und welche Vorsorgemaßnamen können getroffen werden
Für alle Naturgefahren gilt: Schutz gelingt am besten durch das Zusammenspiel von persönlicher Vorsorge, angepasster Raumplanung, Schutzwald, technischen Bauwerken und gutem Krisenmanagement.
Schutzmaßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung, Schutzwaldpolitik und Waldbrandprävention
Die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) setzt unterschiedliche Maßnahmen, um die Öffentlichkeit vor Naturgefahren zu schützen und über Naturgefahren zu informieren. Zentrale Aufgabe der WLV ist der nachhaltige Schutz vor Wildbächen, Lawinen, Erosion, Steinschlag und Rutschungen durch Gefahrenzonenplanung, Sachverständigentätigkeit, Planung und Bau von Schutzbauwerken sowie deren Erhaltung. Gefahrenzonenpläne machen gefährdete Flächen sichtbar und dienen Gemeinden, Raumplanung und Bürgerinnen und Bürgern als Grundlage für Bauverbote, Auflagen und Eigenvorsorge. Ergänzend betreibt die WLV intensive Naturgefahreninformation und Wissensvermittlung, etwa durch Öffentlichkeitsarbeit, digitale Angebote wie den WALDATLAS oder das Gemeindeportal, Schulungsprogramme und Materialien für Kinder wie „Biber Berti“, um Risikobewusstsein und Selbstschutzkompetenzen zu stärken. Die Schutzwaldpolitik fokussiert auf die Erhaltung und Verbesserung des Zustandes der Schutzwälder, die als natürlicher Schutzschirm gegen Lawinen, Steinschlag, Muren und Erosion wirken, und unterstützt deren Pflege mit Mitteln aus dem Katastrophenfonds. In der Waldbrandprävention werden Informationskampagnen, Verhaltensregeln für Waldbesuchende, Risikokarten sowie spezielle Ausbildung und Ausstattung der Einsatzorganisationen gefördert, um Brände zu verhindern und im Ereignisfall rasch eingreifen zu können. Hier geht's direkt zum Bereich Schutz und Maßnahmen.
Bewusstsein schaffen - Naturgefahren einfach erklärt
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Bildungsmaterial Biber Berti
Lehrmaterialien (Arbeitsblätter, Folien, Videos) für den Unterricht sind kostenlos downloadbar und fördern interaktives Lernen. Das Projekt stärkt Risikobewusstsein und Selbstschutz, ohne zu ängstigen, und wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft unterstützt.