Nationale Kooperationen
Kooperation auf nationaler Ebene ist ein wichtiger Aspekt im Leben mit Naturgefahren. Die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Organisationen, Institutionen und Akteuren innerhalb Österreichs dient dem Austausch von Wissen und Erfahrungen sowie der effizienten Nutzung von Ressourcen. Dies kann dazu beitragen, gemeinsamtee Ziele zu erreichen und positive Veränderungen zu bewirken. Die Möglichkeit gemeinsam zu agieren und Synergien zu nutzen, ist besonders in Zeiten des sich verändernden Klimas und dessen Auswirkungen von großer Bedeutung.
Im Folgendne werden die Kooperationen auf nationaler Ebene dargestellt.
Einsatzorganisationen
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Feuerwehren
Die Feuerwehren sind Katastrophenhilfeorganisationen und stehen für alle möglichen Katastrophenszenarien in Österreich in permanenter Bereitschaft. -
Österreichisches Bundesheer
Das Österreichische Bundesheer unterstützt bei Naturkatastrophen, wenn die regionalen Einsatzkräfte wie Feuerwehr oder Rotes Kreuz personell oder materiell an ihre Grenzen stoßen. -
Österreichischer Bergrettungsdienst
Die Bergrettung ist eine Hilfs- und Rettungsorganisation, mit dem Zweck im unwegsamen (alpinen) Gelände Hilfe zu leisten.
Warndienste und Prognose
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Bundeswarnzentrale
Die Bundeswarnzentrale (BWZ) ist die operationelle Basis des Bundes zur Koordination von Hilfsmaßnahmen bei Großschadensereignissen und ist Informationsdrehscheibe. -
Landeswarnzentralen
Die Landeswarnzentralen sind die permanent besetzten Katastrophenschutzzentralen der Bundesländer und arbeiten eng mit der Bundeswarnzentrale zusammen.
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Lawinenwarndienste
Die Lawinenwarnung ist Aufgabe der Bundesländer und wird in 5 Gefahrenstufen unterteilt: 1-gering, 2-mäßig, 3-erheblich, 4-groß und 5-sehr groß. -
Hydrographischer Dienst und Abflussvorhersagen
Die hydrographischen Dienste der Länder erfassen den Wasserkreislauf und betreiben auch aufwendige Rechenmodelle, um die Bevölkerung vor Hochwassergefahren zu warnen. -
Krisen- und Katastrophen- schutzmanagement
Das staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM) koordiniert die Zusammenarbeit und obliegt dem Bundesministerium für Inneres. -
Geographische Informations- systeme der Länder
Die Geoinformationssysteme (GIS) der Länder beinhalten wichtige Informationen zur Gefahrensituation (wie die Gefahrenzonenpläne) und den Flächenwidmungen. -
GeoSphere Austria
Die GeoSphere Austria ist zuständig für Geologie, Geophysik, Klima und Meteorologie. Eine zentrale Aufgabe ist auch die Wettervorhersage und Wetterwarnung.
Organisationen
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Wasserwirtschaft
Die Kernaufgabe des Bundesamtes für Wasserwirtschaft ist die Unterstützung des Ministeriums im Bereich der nationalen und internationalen Wasserwirtschaft. Ein Teil ist auch der Hochwasserschutz. -
Landesforstdienste
Die Landesforstdienste beziehungsweise Forstwirtschaft der Länder sind die zentralen Fachstellen auf Landesebene. Unter anderem sind sie auch für einen stabilen Schutzwald zuständig. -
Österreichischen Bundesforste
Die Österreichischen Bundesforste sind für die Pflege, den Schutz und die Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen im Eigentum des Bundes zuständig, dazu zählen auch Schutzwaldflächen. -
Österreichische Bundesbahnen
Die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) sind im Naturgefahren- management für den Bau, die Erhaltung und die Überwachung der Schutzsysteme der Eisenbahnlinien des Bundes zuständig. -
Austrian Power Grid
Das Naturgefahrenmanagement der Austrian Power Grid (APG) konzentriert sich auf den Schutz des österreichischen Höchstspannungsnetzes vor extremen Wetterereignissen. -
Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft
Die ASFINAG ist im Naturgefahren- management für den Bau, die Erhaltung und die Überwachung der Bauten zum Schutz der Autobahnen und Schnellstraßen zuständig.
Netzwerke
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Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband
Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband setzt sich als gemeinnütziger Verein für sämtliche Belangen im Bereich Wasser- und Abfallwirtschaft in Österreich ein. -
Österreichische Raumordnungskonferenz
Die Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK) ist für die übergreifende Koordination von Fragen der Raumordnung und Regionalpolitik zuständig. -
Disaster Competence Network Austria
Das Disaster Competence Network Austria verbindet wissenschaftliche Forschung und praktische Anwendung im Krisen- und Katastrophenmanagement. -
Austrian Strategy for Disaster Risk Reduction
Die Austrian Strategy for Disaster Risk Reduction (ASDR) ist die Plattform zur nationalen Umsetzung der Aktivitäten des Büros der Vereinten Nationen für die Verringerung des Katastrophenrisikos. -
Österreichisches Kuratorium für alpine Sicherheit
Das Österreichische Kuratorium für alpine Sicherheit ist eine Netzwerk-Plattform und widmet sich der Forschung, Prävention und Kommunikation zum alpinen Unfallgeschehen.
Forschung und Bildung
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Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Das WIFO analysiert die Wirtschaftsentwicklung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Lösung wirtschafts- und gesellschafts- politischer Herausforderungen. In verschiedene Studien wurde auch die ökonomische Situation und das Risikomanagement analysiert. -
Zentrum für Verwaltungsforschung
Das Zentrum für Verwaltungs- forschung beschäftigt sich auch mit dem Zusammenhang zwischen der finanziellen Lage der Gemeinden und ihrer Gefährdung durch Wildbäche und Lawinen. Mit dem Ziel der Verbesserung des Finanzierungs- modells für Schutzmaßnahmen. -
JOANNEUM RESEARCH
Das JOANNEUM RESEARCH entwickelt Lösungen und Technologien für Wirtschaft und Industrie in einem breiten Branchenspektrum und betreibt Forschung auf internationalem Niveau. Unter anderem wurde dabei auch eine Studie zu Extremwetterschäden und dessen Schutz erarbeitet. -
Technische Universität Wien
An der Technischen Universität Wien (TU) beschäftigen sich unter anderem die Institute für "Wasserbau und Ingenieurhydrologie", "Geotechnik" sowie "Raumplanung und Raumordnung" intensiv mit dem Bereich Naturgefahrenmanagement. -
Universität für Bodenkultur Wien
Das Departement für Landschaft, Wasser und Infrastruktur an der BOKU beschäftigt sich vielfältig mit dem Bereich Naturgefahren. Ein zentraler Bereich ist auch das Institut für Naturgefahren mit dem eigenen Master „Alpine Naturgefahren/WLV“. -
Bundesforschungszentrum für Wald
Das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) widmet sich allen Aspekten des Lebensraums Wald – in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht. Der Bereich Naturgefahren wird von einem eigenen Fachinstitut abgedeckt. -
Universität Wien
Die Universität Wien beschäftigt sich vor allem im Studium Geographie und im Post-graduated Master "Risikoprävention und Katastrophen- management" mit Naturgefahren. -
Johannes Kepler Universität
Das Institut für Umweltrecht an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) hat einen Schwerpunkt auch auf die Rechtslage im Naturgefahrenbereich gesetzt. -
Paris Lodron Universität
Die Paris Lodron Universität Salzburg beschäftigt sich mit Naturgefahren im Fachbereich Umwelt und Biodiversität sowie im Forschungslabor „Risk, Hazard & Climate Lab“. -
Montanuniversität Leoben
Die Montanuniversität beschäftigt sich vielfältig mit dem Bereich Naturgefahren, vor allem am Departement "Angewandte Geowissenschaften und Geophysik". -
Universität Innsbruck
An der Universtität Innsbruck beschäftigen sich verschiedene Institute mit Thema Naturgefahren, insbesondere die beiden Institute „Geographie“ und „Geologie“. -
Universität Klagenfurt
Die Universität Klagenfurt befasst sich im Rahmen der beiden Departments für „Geographie“ sowie „Bautechnik und Naturgefahren“ mit dem Naturgefahrenmanagement.