Abschluss-Symposium ExtremA

Am 14. November 2019 veranstaltete die Universität Wien in Kooperation mit dem CCCA-Netzwerk und der Wildbach- und Lawinenverbauung des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus im Naturhistorischen Museum das Abschluss-Symposium ExtremA zum Thema "Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich". Bundesministerin Maria Patek eröffnete gemeinsam mit Vizerektorin Christa Schnabl und Vizedekan Joao Alves das Symposium im Naturhistorischen Museum Wien.

Extremereignisse als Folge des Klimawandels

Extremereignisse alpiner Naturgefahren sind nur schwer vorhersehbar, treten jedoch infolge des klimatischen und gesellschaftlichen Wandels mit zunehmender Häufigkeit auf. Umfassendes Wissen über diese Extreme stellt allerdings die essentielle Voraussetzung für die Vorsorge und Sicherheitsplanung – insbesondere in alpinen Gebieten – dar. Zur Herstellung der erforderlichen Wissensbasis wurde das Projekt ExtremA initiiert, welches im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus in Kooperation mit der Arbeitsgruppe ENGAGE – Geomorphologische Systeme und Risikoforschung des Instituts für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien und dem Climate Change Center Austria (CCCA) Netzwerk geleitet wird.

Projekt ExtremA

Der Name des Projekts leitet sich aus „Extrem“ –für Extremereignisse und „A“ für Alpen als auch Österreich ab. Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland, Schweiz und Südtirol haben ihr Wissen über extreme Naturprozesse wie Hochwasser, Stürme, Waldbrand, Lawinen, Sturzfluten, Muren und Steinschlag sowie Folgeeffekte dieser Prozesse gesammelt. Ebenso wurden technische, naturräumliche und gesellschaftliche Aspekte im Kontext der Extremereignisse behandelt, darunter die Landnutzung und Bodenpolitik, der Schutzwald, kritische Infrastrukturen, Vulnerabilität, ökonomische Dimension, Katastrophenmanagement und Überlastfälle.Eine derartige Wissenssammlung zu extremen Naturgefahrenereignissen gab es für und in Österreich bis dato noch nicht.

Sammelband als Basis für zukünftige Katastrophenvorsorge

Das ExtremA-Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Auseinandersetzungen versuchen wichtige gesellschaftliche Fragen beantworten.Der erstellte Sammelband wird Anstoß für einen langfristigen wissenschaftlichen Prozess bei der Auseinandersetzung mit Extremereignissen sein, um Ereignisse als solche zukünftig noch besser prognostizieren und präventive Maßnahmen treffen zu können.

Dieses Wissen stellt die essentielle Basis für die Risikoprävention und Sicherheitsplanung betreffend Naturgefahren in einem fortschreitenden klimatischen und gesellschaftlichen Wandel in Österreich dar. Er soll Entscheidungsträgern als wertvolle Informationsquelle dienen und als solche den fachpolitischen Diskurs hinsichtlich des Umgangs mit Naturgefahren im österreichischen Alpenraum unterstützen.

Der Sammelband wurde im Zuge der Veranstaltung vorgestellt und die enthaltenden Beiträge diskutiert. Er wird bei University Press publiziert, mehr Informationen finden sich in nachfolgenden Links.

Veröffentlicht am 14.11.2019, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)