Bezirksrahmenpläne NEU - Sämtliche "Wälder mit Objektschutzwirkung" per Mausklick

Das Ergebnis der Bezirksrahmenplanung soll künftig eine Gesamtkulisse für Wälder mit Objektschutzwirkung (OSWi) umfassen, somit also auch jene Flächen für die keine Förderungen genutzt werden können.

Dies bedeutet auch, dass sämtliche Wälder mit Objektschutzwirkung z. B. auf Flächen der Österreichischen Bundesforste AG im jeweiligen Bezirksrahmenplan darzustellen und zu beschreiben sind.

Mit der Erarbeitung einer OSWi - Gesamtkulisse soll einerseits die Objektivität der Beurteilung und die Datenlage über „Wälder mit Objektschutzwirkung" entscheidend verbessert und vervollständigt werden; andererseits sollen Waldeigentümer z. B. welche, aufgrund der geltenden förderrechtlichen Bestimmungen, im Rahmen der bestehenden „Bezirksrahmenplanung" bisher nicht Berücksichtigung fanden (insbesondere die ÖBf AG als mit Abstand größte Bewirtschafterin von Schutzwäldern in Österreich) motiviert werden, relevante innerbetriebliche Planungen, Maßnahmensetzungen, einen allfälligen Handlungsbedarf sowie die bisher allfällig ohne jegliche öffentliche Mittel erbrachten und geplanten Leistungen, in Wäldern mit Objektschutzwirkung" in einem österreichweiten Gesamtmodell vergleichbar darzustellen. Die für die ÖBf AG relevanten Inhalte (Kulissenabstimmung, Maßnahmen, Kostenschätzung) werden in gemeinsamen Arbeitsgesprächen vor Ort abzustimmen sein.

Die Ergebnisse der überarbeiteten bzw. ergänzten „Bezirksrahmenplanung" werden künftig auch mit etablierten und über (sich ändernde Fördervorgaben hinausgehende) bundeseinheitliche Monitoring Systeme, welche objektive Aussagen zu „Wäldern mit Objektschutzwirkung" in Österreich erwarten lassen, abgestimmt. Die Österreichische Waldinventur wird künftig, unter Nutzung und Bezugnahme auf die Ausweisungen der gegenständlichen Bezirksrahmenplanung, erstmals auch bundeseinheitliche Aussagen für „Wälder mit Objektschutzwirkung" erlauben. Ergänzend soll, um bundesweit vergleichbare, fachlich objektive Aussagen zur Wirkung gesetzter Maßnahmen in OSWi Projektgebieten zu gewinnen, eine Evaluierung nach dem Projektmodell „ISDW" in ausgewählten LE Projektgebieten erfolgen. Allfällig bestehende Aufnahmemodelle und Maßnahmenbeschreibungen auf Länderebene sollen dieses bundesweite Gesamtmodell ergänzen und auf regionaler, lokaler oder auch betrieblicher Ebene vertiefen.

Veröffentlicht am 19.07.2017, Abteilung III/4 - Forstliche Raumplanung und nachhaltige Entwicklung der Waldressourcen