Galtür 15 Jahre danach

Am 23. Februar 1999 brachen die Äußere Wasserleiter- und Weiße Riefe-Lawine von den Hängen des Grießkogels ab und zerstörten zahlreiche Gebäude in der Gemeinde Galtür. 

Der unmittelbare Sachschaden, den die Lawine verursachte wurde mit 10-11 Mio € eingeschätzt. Als Folgekosten durch den Rückgang der Nächtigungszahlen etc. wurden weitere 10 – 12 Mio € erhoben.

Unmittelbar nach dem Ereignis begannen die Aufräumungsarbeiten und seitens des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Galtür und dem Land Tirol ein Schutzprojekt ausgearbeitet.

Dieses besteht einerseits aus Lawinenschutzmauern bzw. Dämmen im Talbereich und Errichtung einer Stützverbauung im Anbruchgebiet der Lawinen. Dort war die Errichtung von 4.700 lfm Stahlschneebrücken vorgesehen. Ebenfalls wurde die Errichtung einer automatischen Wetterstation in das Projekt aufgenommen um die Datenlage für Lawinenprognosen verbessern zu können. In die Lawinenmauer wurde das Alpinarium integriert, welches heute Schauplatz für zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen ist.

Nach 10jähriger Bauzeit konnten die Maßnahmen von der Wildbach- und Lawinenverbauung im Jahre 2009 projektsgemäß fertiggestellt werden und deren Wirkung wurde bereits in den neuen Gefahrenzonenplan für die Gemeinde Galtür integriert.

Zehn Jahre nach dem tragischen Lawinenabgang kann somit davon ausgegangen werden, dass der gegenständliche Bereich gesichert ist.

Die Kosten für die Maßnahmen betrugen 6.689.000,-- €, 69 % davon wurden vom Bund, 22 % vom Land Tirol, 5 % von der Gemeinde Galtür und 4 % von der Landesstraßenverwaltung Tirol getragen.
 

Seit 1999 wurden in der Sektion Tirol der Wildbach- und Lawinenverbauung rund 175 Mio. € in den Lawinenschutz investiert.

Veröffentlicht am 25.02.2014, BMLFUW IV/5