Schadensereignisse bei Hochwasser, Muren und Lawinen

Die Zahl der auftretenden Naturgefahren werden jährlich erfasst und eine zeitliche Analyse gibt Aufschluss über Jahre bzw. Wintersaisonen mit höheren Prozessfrequenzen.

Die Zahl der auftretenden Naturgefahren werden jährlich erfasst und ausgewertet. Dabei werden nicht nur die zu beklagenden Opfer summiert, sondern auch die generelle Anzahl der Hochwasser-, Mur- und Lawinenereignisse zusammengefasst. Eine zeitliche Analyse gibt Aufschluss über Jahre mit höheren Prozessfrequenzen.

Hochwasser- und Murereignisse

Die Hochwasserereignisse und Muren in Wildbächen werden jeweils für ein Kalenderjahr erhoben. Die Aufzeichnungen umfassen die Gesamtzahl derartiger Schadensereignisse sowie die jeweils damit verbundenen Personenschäden und Schäden an Objekten, wie Wohngebäuden und Infrastrukturen.


Große Wildbachkatastrophen mit hohen Sach- und Personenschäden in jüngerer Zeit traten im Sommer 2011 in der Steiermark im Raum Oberwölz und 2012 in der Obersteiermark (Palten/Liesingtal, insbesondere Gemeinde Trieben) sowie in Osttirol (Virgen) auf.

Tote durch Lawinenereignisse

Die Zahlen für die Lawinentoten beziehen sich auf den Zeitraum Oktober bis Mai. Erfasst
werden Todesfälle durch Lawinenereignisse im organisierten, gesicherten (Piste, Schiroute) aber auch im freien, ungesicherten Schiraum (Tour, Variante) sowie Katastrophen in Siedlungen, auf Verkehrswegen, Bergsteigen ohne Schi oder die Jagd.


Im Winter 1998/99 waren von den 50 Toten 42 durch Lawinenkatastrophen im Siedlungsraum zu beklagen, im Winter 2004/05 38 Tote durch Bergsteigen im freien, ungesicherten Schiraum, 5 Tote durch Bergsteigen ohne Schier und 5 Tote durch Lawinen bei der Jagd.
Die Opferzahlen konzentrieren sich auf wenige Perioden. Im Winter 2009/10 kam es in der ersten Februarwoche mit 15 Toten zu einer signifikanten Häufung, wobei alleine am 4. Februar 6 Tote zu beklagen waren.


Der Winter 2010/11 war gekennzeichnet durch eine überaus geringe Opferbilanz. Mit lediglich 3 Lawinentoten sticht diese Saison besonders positiv hervor. Seit den regelmäßigen Aufzeichnungen zu Beginn der 50er Jahre hat es noch in keinem Winter eine derart geringe Zahl an Lawinentoten gegeben. Hauptursache dafür war sicherlich der überaus trockene Winter. Neuschneefälle waren auf wenige kurze Perioden beschränkt, wodurch eine durchwegs unterdurchschnittliche Schneedecke resultierte.

Veröffentlicht am 04.04.2013, BMLFUW IV/5