Leben mit Naturgefahren

In Österreich ist der Lebensraum in vielen Bereichen von Naturgefahren betroffen. Hochwasser, Muren, Lawinen oder Steinschlag können zu einer Bedrohung von Menschen, Umwelt, Sach- und Vermögenswerten werden. 

In erster Linie sind es die natürlichen Gegebenheiten wie Klima, Gestein, Boden, Vegetation und Wasserhaushalt, die die Entstehung dieser Ereignisse begünstigen oder hemmen.

Naturgefahren sind natürliche Ereignisse. Sie werden zum Risiko, wenn Personen oder Objekte verletzt bzw. beschädigt werden.
 

In Österreich treten häufig Naturgefahren auf, die durch die Bewegung von Wasser, Schnee, Eis, Erd- und Felsmassen oder Holz an der Erdoberfläche verursacht werden. Manche Naturgefahren können schnell und ohne Vorwarnung eintreten und können über eine enorme Zerstörungskraft verfügen.

Der Schutz vor Naturgefahren ist eine Aufgabe des Staates (Bund, Länder und Gemeinden) und wird von der Bundeswasserbauverwaltung und der Wildbach- und Lawinenverbauung wahrgenommen. Diese Institutionen erarbeiten Gefahrenzonenpläne und untersuchen die Auswirkungen von Naturgefahren auf den Siedlungsraum, um die Grenzen der Bebauung festzulegen.

Sie realisieren forstlich-biologische und bauliche Schutzmaßnahmen, wenn dies technisch, ökologisch und finanziell möglich ist.

Dennoch: Einen absoluten Schutz vor Naturgefahren gibt es nicht!
 

Veröffentlicht am 11.12.2012, BMLFUW IV/5