Jahreshauptversammlung we4DRR

Von 8. - 10. Oktober fand in Graz die Jahreshauptversammlung vom Frauennetzwerk we4DRR (women exchange for Disaster Risk Reduction) statt. In der Hauptstadt der Steiermark fanden sich rund 30 Naturgefahrenexpertinnen ein, diskutierten Fachliches und absolvierten einen Workshop.

Naturgefahren-Ereignisse

Das Programm war vielfältig und bot zu verschiedenen Themen interessante Vorträge. Die Inputs zu Naturgefahren kamen aus Bayern und Österreich: Susanne Mehlhorn (Wildbach- und Lawinenverbauung Österreich) berichtet über die Hochwasserereignisse in der Steiermark im Jahr 2017. Susanna Wernhart (BOKU Wien) gab einen Überblick über die verheerenden Hochwasserereignisse im Jahr 2016 in Simbach und die Dokumentation der Vorkommnisse. Doris Damyanovic von der BOKU Wien gab Einblick in das Projekt CCCapMig, welches Risikowahrnehmung und das Wissen von Menschen mit Migrationshintergrund über den Klimawandel und Naturgefahren in Österreich untersucht.

Netzwerke und Gender-Aspekte

Der zweite Teil der Jahresversammlung beschäftigte sich mit Netzwerk-Aspekten und Gender im Europäischen Raum. Dagmar Karisch-Gierer präsentierte als Obfrau das österreichische Netzwerk der Forstfrauen und gibt Einblick in den erfolgreichen, langen Bestand sowie Tätigkeiten und Möglichkeiten eines Frauennetzwerks in Österreich. Aus internationaler Sicht gab Milana Rikanovic über die Rolle von Gender und Risiko im Rahmen von UN Women und interessante Aspekte aus dem europäischen Raum Input.

Austausch und Sichtbarkeit

Alle Expertinnen nutzten die gemeinsame Zeit um sich informell und international auszutauschen. Einige Gäste des Netzwerktreffens nahmen dann noch die Chance wahr, an der Konferenz „Flüsse ohne Grenzen“ in Graz teilzunehmen, welche sich dem Thema „Internationales Hochwasserrisikomanagement Erfahrungen – Herausforderungen – Chancen“ widmete.

Veröffentlicht am 18.10.2018, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/5)