EUSALP - EU-Strategie für den Alpenraum

Das BMNT wird sich zukünftig auch an der Implementierung der neuen makroregionale Strategie der EU für den Alpenraum (EUSALP) maßgeblich beteiligen.

Die EUSALP baut auf die lange Tradition der Zusammenarbeit im Alpenraum auf und wird sich darum bemühen, bestehende Strukturen der Zusammenarbeit zu ergänzen und nicht zu duplizieren. Wie bei den anderen makroregionalen Strategien, die bereits operativ (EU-Strategie für den Ostseeraum, EU-Strategie für den Donauraum) oder in Vorbereitung sind (EU-Strategie für die Region Adria-Ionisches Meer), ist das Ziel dieser Strategie eine koordinierte Antwort auf Fragen, die besser gemeinsam als getrennt in Angriff genommen werden sollten. Dies zielt auch darauf ab, sicherzustellen, dass die Region weiterhin einer der attraktivsten Räume Europas bleibt, ihre Vorzüge besser nutzt und ihre Chancen für eine nachhaltige und innovative Entwicklung in einem europäischen Kontext ergreift.

Die Implementierung dieser Strategie erfolgt über sogenannte „Actions“ (insgesamt 9), die von staatlichen bzw. regionalen Partnern geführt werden. Das BMNT hat gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (STMUV, Bayern) den Vorsitz zur EUSALP Action 8 „To improve risk management and to better manage climate change, including major natural risks prevention“ übernommen. Dem Vorsitz obliegt es, die strategische Steuerung der Themen im Wohlwollen der involvierten und beteiligten Staaten, Regionen, Institutionen und Stakeholdern wahrzunehmen und somit zum Gelingen der Etablierung einer Makroregion „Alpenraum“ entscheidend beizutragen.

Im internationalen Kontext ergibt sich hier nicht nur eine Anknüpfung an die COP 21 – insbesondere im Bereich der Klimawandelanpassung - sondern auch ein wesentlicher Beitrag zu den Zielen des „Sendai-Rahmenplan zur Risikoreduzierung von Naturkatastrophen 2015-2030“, der anlässlich der 3. World Conference on Disaster Risk Reduction (WCDRR-III) in Sendai, Japan, 2015 verabschiedet wurde und als wesentliches Ziel das „vorausschauende Risikomanagement von Naturgefahren“ im Sinne der Katastrophenvorsorge definiert.

Diese verstärkte Einbindung der Regionen und die angestrebten verbesserten Governance Prozesse nimmt sich Österreich auch im Rahmen der Präsidentschaft der Alpenkonvention 2017 – 2018 an und wird „Naturgefahren Risiko Governance“ als Thema für den 7. Alpenzustandsbericht vorschlagen. Dieser ist im Rahmen der Präsidentschaft zu erstellen und erscheint 2018 in allen Alpensprachen

Veröffentlicht am 24.08.2016, Abteilung III/5 - Wildbach- und Lawinenverbauung