Lawinenerlass 2011 – Umsetzung
In Kooperation mit der Obersten Seilbahnbehörde (BMVIT) und mit Unterstützung durch die Silvretta Seilbahnen AG veranstaltete die.wildbach vom 1. bis 3. Februar 2012 in Ischgl ein Seminar zur Umsetzung des Lawinenerlasses 2011.
Die ExpertInnenrunde wurde verstärkt durch Vertreter des WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (kurz: SLF; CH) und von Herstellerfirmen temporärer Lawinenschutzsysteme.Von den VertreterInnen der Obersten Seilbahnbehörde wurden die Neuerungen im Lawinenerlass 2011 unter verstärkter Berücksichtigung temporärer Lawinenschutzmaßnahmen vorgestellt. Im folgenden Vortragsteil wurden die Tätigkeiten der Seilbahnbetreiber und der Lawinenwarnkommissionen sowie die Einsatzmöglichkeiten temporärer Schutzmaßnahmen sowohl in Österreich als auch der Schweiz vorgestellt und diskutiert.
In einem Praxisteil wurden im Schigebiet von Ischgl (A) und Samnaun (CH) die Rahmenbedingungen für den Einsatz der temporären Schutzmaßnahmen beleuchtet sowie deren Wirkung vorgeführt. In einem abschließenden Exkurs wurden von Vertretern der Gemeinde Ischgl und des Amtes der Tiroler Landesregierung der Einsatz sowie die rechtlichen Hintergründe der Nutzung von temporären Schutzmaßnahmen für die Sicherung der Landesstraße B188 im Ortsgebiet von Ischgl vorgestellt.
Abschließend fasste der Organisator der Veranstaltung, HR DI Siegfried Sauermoser, Leiter der Sektion Tirol des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung (kurz: die.wildbach) zusammen: „Ein wirksamer und langfristig gesicherter Schutz vor alpinen Naturgefahren ist nur durch ein kooperatives Zusammenwirken aller Verantwortungsträger auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene umsetzbar!“
07.02.2012, Naturgefahren_Redakteur

